Zitat des Tages

Donnerstag, 19. Juni 2008

Geschrei auf der Gassen

... Notiz am Rande. Sitze hier am Rechner, denke über so manches nach und betrachte meine HGs, die Karten werden sollen. Geschrei in den Straßen"DEUTSCHLAND - DEUTSCHLAND". Wohl hat die Elf der BRD ein Tor erwischt. Ein Tuten und ein Geschrei. Hm. Kein Mensch schreit auf der Straße, wenn Arbeitsplätze wegrationalisiert werden, wenn die Inflation merklich ins Unendliche steigt, keiner schreit, wenn es vielen Bevölkerungsschichten kontinuierlich schlechter geht, keiner schreit, wenn Flurbereinigungsmaßnahmen und Neuausschreibungen von Bauland die Natur zerstört. Keiner schreit, wenn man ihm ans Leben geht. Aber - unser ganzer Stolz: für Fußball - da schreien und schreiben wir uns die Seele aus dem Leib. Na ja - besser als nix, oder? PANEM ET CIRCENSES - wie wir alten Lateiner zu sagen pflegen. Blöd ist nur: die Spiele bekommen wir (gegen Bezahlung) - das Brot nicht (es sei denn, wir bezahlen es teuer). Nun denn - weiter geht es immer. Die Erde dreht sich (noch). Das läßt hoffen.

1 Kommentar:

helmut hat gesagt…

"Brot und Spiele" haben schon damals die Römer gesagt, solange die Menschen das haben, planen sie keine Revolutionen. Solange der arbeitslose Harz-4 Empfänger sein letztes Geld ins Stadion trägt, um einem jugendlichen dummen aber millionenschweren Fußballspieler zujubeln zu können, solange besteht keine Gefahr. Nicht für die reichen Vereine und nicht für die machtgeilen Politiker. Deswegen brauchen wir die WM oder EM und die Fähnchen am Auto.